Der Neckar zwischen
Kraichgau und Odenwald
Wochen-Kurier Ausgabe 18/2008
Aquarellausstellung im Caritas-Altenpflegeheim St. Michael

Heidelberg, (art) Seit dem Jahr 2000 stellt die engagierte Künstlerin und Hobbymalerin Helga Bauer im Caritas-Altenpflegeheim St. Michael in Handschuhsheim ihre Bilder aus. Kürzlich hat sie ihre neueste Ausstellung eröffnet, die bis zum November im Erdgeschoss und im Foyer des Hauses zu sehen ist. Helga Bauer widmet sich in ihrem Ruhestand einem Jugendtraum, der Aquarellmalerei. Obwohl sie bereits einen großen Fundus an Bildern hat, malt sie für ihre Ausstellungen im Altenpflegeheim St. Michael stets etwas Neues.


Helga Bauer zeigt ihre neuesten Aquarelle im Caritas-Altenpflegeheim St.  Michael                                                                                                   Foto:pm

„Fast 1200 Bilder habe ich seit 1996 gemalt“, sagt sie. Dazu ist sie meist mit dem Fahrrad unterwegs und sucht sich ihre Motive in der freien Natur. Der Gepäckträger wird dann zur Staffelei, Farben, Pinsel, Wasser und Block hat sie in den Packtaschen dabei. Vom Hochrhein und aus München stammten die Bilder der Ausstellungen in den vergangenen beiden Jahren. 2008 zeigt sie nun Bilder aus dem Neckartal. Da ist Hirschhorn mit seiner Burg in verschiedenen Darstellungen zu bewundern, Flussbilder mit schweren Lastkähnen oder fröhlichen Ausflugsdampfern, das klassische Motiv Heidelberg mit seinem Schloss, der blinkende Neckar in der Sommer-Sonne oder gesäumt von bunten Laubwäldern im Herbst und
ebenso zarte Frühlingsmotive. Helga Bauer versteht es, aus „Postkartenansichten“ Kompositionen zu entwickeln, bei denen sie Größenverhältnisse ihrer Sichtweise anpasst und die Landschaft um den von ihr gewählten Mittelpunkt gruppiert und gestaltet. Dabei verwendet sie oft ungewohnte Perspektiven und Blickwinkel, unter denen der Betrachter manche bekannten Motive ganz neu entdeckt. „Manchmal muss ich dazu weitere Wege in Kauf nehmen oder auf einen Hügel kraxeln, um eine neue Ansicht zu gewinnen. Ich möchte die Betrachter mit meinen Bildern mitnehmen und ihnen zeigen, was mir gefallen hat und was mir wichtig geworden ist.“ So wird die Ausstellung zur Kommunikation, auch wenn sich Künstlerin und Betrachter nicht begegnen. Die Ausstellung wird ergänzt durch Blumenbilder und einige noch nicht ausgestellte Ansichten von München.